Aus im DFB-Pokal trotz guter Leistung

    Der SSV Ulm 1846 Fussball scheidet nach einer guten Leistung aber einer 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg aus dem DFB-Pokal aus.
    Taylan Duman erzielt in der 79. Minute das Tor des Tages.

    AUSGANGSLAGE
    Während die Franken bereits zwei Spiele in der zweiten Bundesliga bestritten haben, kann der SSV nur mit einem Testspiel, drei wfv-Pokalspielen und einer kurzen Vorbereitung in das Duell gegen den Traditionsclub FCN gehen.
    Thomas Wörle ließ in seinem ersten Spiel im Donaustadion in einer 3-5-2-Formation spielen, Gästetrainer Robert Klauß setzte ein 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld dagegen.
    Ulm spielte in den neuen weißen Heimtrikots, Nürnberg in rot, schwarz.

    SPIELVERLAUF
    Unter Flutlicht entwickelte sich gleich zu Beginn eine muntere Partie. Die erste Großchance hatte der Club nach neun Minuten, als eine Volleyabnahme nach Flanke von der linken Seite nur knapp vorbei ging. Die Spatzen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und hielten dagegen. Zunächst hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, ohne dabei besonders gefährlich zu werden, der SSV setzte immer wieder Nadelstiche. So wie in der 19. Minute, als Jannik Rochelt den Ball durchs Mittelfeld treibt und am Ende aber über das Tor schießt.
    Mit zunehmendem Spielverlauf entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Spatzen gut und kompakt verteidigen und immer wieder gefährlich werden. Einen Freistoß von links kann der Nürnberger Keeper Carl Klaus nur wegfausten, der Nachschuss von Thomas Geyer aber zu unplatziert.
    Bis zum Pausenpfiff hatte die Wörle-Elf kaum etwas zugelassen, im Gegenteil – sie hatte gute Offensivaktionen. Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen.

    Zur Halbzeit gab es keine Wechsel, Niclas Heimann musste aber nach wenigen Minuten parieren.
    Es entwickelte sich ein ähnliches Bild, der SSV spielt mit dem Zweitligisten auf Augenhöhe und liefert den 6.743 Zuschauern einen tollen Pokalfight. Glück hatte unsere Mannschaft allerdings, als in der 63. Minute die Nürnberger nach einer Flanke am Ball vorbei rutschen.
    Die wohl größte Chance des Spiels hatte Jannik Rochelt nach einem Konter in Minute 71. Leider kann er sich auf den letzten Metern vor dem Tor im Laufduell nicht behaupten, sodass er am Abschluss gehindert wird.
    In der 74. Minute hält Niclas Heimann überragend, war aber fünf Minuten später machtlos, als Taylan Dumas aus gut 20 Metern Maß nimmt und den Ball unhaltbar ins rechte obere Toreck zirkelt.
    Bis zum Ende der Partie spielt nur noch der SSV, warf alles nach vorne und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Mehrere gute Gelegenheiten sollten jedoch nicht zum Tor führen, sodass es am Ende beim 0:1 für den Club bleibt.

    FAZIT
    Trotz guter Leistung und einem tollen Spiel der Ulmer Mannschaft setzt sich am Ende der Zweitligist durch.
    Am kommenden Freitag bestreitet der SSV das Eröffnungsspiel der Regionalliga Südwest gegen den FSV Frankfurt.

    AUFSTELLUNG
    Heimann – Kehl (88. Jann), Heilig, Reichert, Geyer, Stoll (78. Allgeier) – Heußer, Beck, Rochelt (83. Wähling) – Fink (78. Rühle), Harres

    STIMMEN ZUM SPIEL

    Robert Klauß, Trainer 1. FC Nürnberg: “Wir freuen uns, dass wir weitergekommen sind. Es war ein extrem zähes Spiel für uns, in dem wir über die gesamten 90 Minuten nicht so richtig in den Rhythmus reingekommen sind, das lag natürlich auch am Gegner, die es sehr gut gemacht haben. Wir haben zu viele Ballverluste gehabt und sind nicht gut nachgerückt. Am Ende steht das Weiterkommen, das ist wichtig für uns und wir haben uns sehr darüber gefreut, denn das ist nicht selbstverständlich, dass man hier so einfach durchspaziert. ”

    Thomas Wörle: “Es war so, dass wir am Anfang etwas gebraucht haben um ins Spiel zu kommen, dann haben wir Zugriff bekommen. Wir mussten eine Situation überstehen in der ersten Halbzeit, ansonsten haben wir sehr wenig zugelassen und darüber hinaus selber auch immer wieder Spielanteile gehabt. Wir wollten nicht nur gegen den Ball arbeiten, sondern auch Situationen kreieren, in denen wir selbst aktiv sind – das ist uns durchaus gelungen. In der Phase nach der Halbzeit war es 2-3 mal sehr gefährlich für unser Tor. Dann fällt das Tor mit einer sehr hohen Qualität. Für uns war das sehr bitter, da wir gegen Ende der zweiten Halbzeit 2-3 aussichtsreiche Situationen hatten um zumindest ein Tor zu machen und in die Verlängerung zu kommen. Man muss festhalten: Es war am Ende vierten Woche der Vorbereitung ein maximaler Test gegen einen Zweitligisten, wir haben uns mit allem was wir hatten dagegen gewehrt, es war ein echtes Team auf dem Platz. Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft.”