3:2-Sieg bringt die Vizemeisterschaft

Am letzten Spieltag schlägt der SSV Ulm 1846 Fussball den VfB Stuttgart II mit 3:2 und sichert sich damit die Vizemeisterschaft.
Für die Spatzen treffen Fabian Benko, Lukas Kiefer und Bastian Allgeier.

AUSGANGSLAGE
Im letzten Saisonspiel konnte der SSV nochmals 2.965 Zuschauer im Donaustadion begrüßen.
Für beide Mannschaften ging es faktisch um nichts mehr, allerdings hatte sich unsere Mannschaft das Ziel gesetzt, den zweiten Platz zu verteidigen.
Thomas Wörle musste dabei auf Robin Heußer, Nicolas Jann und Milan Petrovic verzichten und auch deshalb seine Startformation umbauen: Fabian Benko, Cedric Guarino, Nicolas Wähling und Simon Klostermann standen neu auf dem Platz.
Der SSV spielte in schwarz-weiß, Stuttgart II in rot.

SPIELVERLAUF
Beide Mannschaften wählten von Beginn an ein hohes Anlaufen und setzten den Gegner jeweils früh unter Druck.
Die erste gute Aktion war von Jannik Rochelt zu sehen, der nach fünf Minuten von der linken Seite in die Mitte zog und zum Abschluss kam. Auch nach dem anschließenden Eckball kam Rochelt nochmals zum Schuss.
Der SSV hatte etwas mehr vom Spiel und in der 18. Minute spielte sich unsere Mannschaft über rechts durch, Nicolas Wähling brachte den Ball gefährlich in die Mitte, wo ihn Fabian Benko über VfB-Keeper Nicolas Glaus zum 1:0 hebt.
Nach 24 Minute war Thomas Wörle gezwungen, verletzungsbedingt zu wechseln. Jo Reichert musste aufgrund einer muskulären Verletzung den Platz verlassen, für ihn kam Michael Heilig ins Spiel.
Kurze Zeit später kam auch der VfB Stuttgart II in Person von Luis Coordes vor das SSV-Tor, nur eine Aktion später legte Coordes quer und Erkan Eybil traf zum Ausgleich (28.). Hier hatte einmal die Ulmer Hintermannschaft nicht aufgepasst, ansonsten war der SSV das dominierende Team und hatte mehr Ballbesitz als die Gäste.
Niclas Heimann musste eingreifen, als ein Stuttgarter Stürmer alleine auf sein Tor zulief, der Torhüter war aber schneller am Ball (36.).
Ab der 44. Minute musste unsere Mannschaft in Unterzahl auskommen, Philipp Maier hatte für ein Foul die rote Karte gesehen.

Nach dem Platzverweis agierten die Spatzen mit zwei Viererketten, Simon Klostermann bildete weiterhin die Sturmspitze.
Auch in Durchgang zwei übernahm der SSV das Kommando. Lukas Kiefer verzog in der 55. Minute gegen seinen Ex-Verein nur knapp. Fünf Minuten vorher war es ebenfalls Kiefer, der aus 25 Metern das Gehäuse nur um weniger cm verfehlte.
63 Minuten waren gespielt, da umkurvte Fabian Benko mehrere Gegenspieler wie Slalomstangen und drang in den Strafraum ein, dort konnte er nur mit einem Foul gestoppt werden.
Lukas Kiefer schnappte sich den Ball und verwandelte zum 2:1 für die Spatzen.
Fünf Minuten später aber stand es wieder unentschieden, Erkan Eyibil hatte im Strafraum zu viel Platz und hämmerte den Ball zum 2:2 ins Tor.
Es war ein Spiel mit vielen Fouls, beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie die Saison unbedingt mit einem Sieg abschließen wollten.
In der 88. Minute gab es noch ein Happy End für den SSV: Nach einem Eckball stieg Bastian Allgeier hoch und köpfte am zweiten Pfosten zum 3:2 ein.

FAZIT
Mit einem versöhnlichen Abschluss beendet der SSV die tolle Saison auf Platz zwei und hat nächste Woche die Chance, den wfv-Pokal zum fünften Mal in Serie zu gewinnen.

AUFSTELLUNG
Heimann – Guarino, Geyer, Reichert (24. Heilig), Allgeier – Maier, Kiefer (80. Beck) , Benko, Rochelt, Wähling (86. Paul) – Klostermann (80. Kundruweit)

ZUSCHAUER
2.965

STIMMEN ZUM SPIEL
Thomas Wörle: „Für uns war es wirklich eine schwere Woche, da wir die Enttäuschung verarbeiten mussten. Natürlich sind wir jetzt unheimlich froh und stolz, auf das was wir jetzt heute auf den Platz bekommen haben. Ich finde das Spiel absolut passend zu der aufregenden Saison. Wir habend das Spiel gut begonnen und dominiert. In der Folge haben wir versucht zu kontrollieren, da kam aber der Gegner immer besser ins Feld. Dass wir hinten raus mit einer absoluten Willensleistung mit dem Tor belohnt werden, freut uns brutal. Das ist ein starker Beleg für die Leistung unserer Mannschaft in der Saison.“

Frank Fahrenhorst, Trainer VfB Stuttgart II: „Man hat an der Aufstellung gesehen, dass wir sehen wollten, wie sich die jungen Spieler bei einer Top-Mannschaft präsentieren, wie sie sich in dieser Atmosphäre behaupten. Am Anfang hatten wir Probleme vom Körperlichen und von der Intensität, mit der Zeit haben sich die Jungs sehr gut freigeschwommen, auch wenn wir wussten, dass Ulm uns immer wieder vor Aufgaben stellt.“